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Snickers nutzt Crowdsourcing als Marketingbaustein
Autor des Artikels: Matias Roskos

Gerade bin ich über eine Nachricht gestolpert, dass nun auch der gute Snickers-Riegel auf Crowdsourcing setzt. Es geht hier um die Erstellung von Videos, Commercials. Was mir dabei gut gefällt ist die Tatsache, dass man sich nicht allein auf einen Sieger festlegt. Sondern man sagt:
You could earn $5,000 for each video they purchase or one of the $2000 in guaranteed awards.
Gibt es mehrere gute Videos, besteht die reale Chance, dass auch mehrere eingekauft werden. Applaus meinerseits für die, die diese Aktion konzipiert haben.

Man kann sich natürlich erneut darüber streiten, ob das nun "spec work" ist (darauf war ich in diesem Beitrag schon eingegangen) und ob man damit traditionellen Agenturen die Arbeit wegnimmt. Aber dieses Gejammer wird mit der Zeit nervig. Die Medienwelt ändert sich grundsätzlich. Auch die virtuelle Arbeit verlagert sich in dramatischen Maße hinein ins Internet. Davon werden viele profitieren. Und einige werden dabei verlieren. Das ist immer so, wenn es Umbrüche gibt.
Was nicht heißen soll, dass wir nicht alle unsere Sinne dafür schärfen müssen, dass Crowdsourcing-Mechanismen zum Vorteil aller und in einem fairen Rahmen eingesetzt werden! Viele Freelancer konzentrieren sich immer stärker auf dieses Segment der virtuellen Wertschöpfungskette. Über die großen Vorteile hatte ich ja nun schon des öfteren geschrieben (siehe hier und hier und hier).
Auch bei Snickers hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Das ist gut und richtig so. Immer mehr starke Brands folgen diesem Trend, der sich in den kommenden Monaten und Jahren von einem "Trend" zu einem festen Bestandteil der täglichen Kreativarbeit entwickeln wird. Davon bin ich fest überzeugt. Und Crowdsourcing wird dabei auch immer stärker als Marketingbaustein eingesetzt, so wie es Pepsi, Audi, Netflix, Etsy, Vitaminwater und etliche andere schon tun. Und nun auch Snickers.